﻿{"id":3086,"date":"2013-08-14T15:52:15","date_gmt":"2013-08-14T15:52:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.repossi.it\/\/?p=3086"},"modified":"2014-11-04T14:25:45","modified_gmt":"2014-11-04T14:25:45","slug":"zunehmend-mehr-clostridien-in-der-milch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.repossi.it\/de\/zunehmend-mehr-clostridien-in-der-milch\/","title":{"rendered":"Zunehmend mehr Clostridien in der Milch"},"content":{"rendered":"<p><em>Die st\u00e4ndig wachsende Industrialisierung der Viehzuchtbetriebe bewirkt den negativen Trend eines der wichtigsten Parameter f\u00fcr die K\u00e4sequalit\u00e4t<\/em><\/p>\n<p><em>In der Fachzeitschrift Cheese Time erschienene Artikelversion (die deutsche \u00dcbersetzung wurde vom Autor nicht gepr\u00fcft)<\/em><\/p>\n<p><em>von <strong>Michele Corti<\/strong> &#8211; Dozent f\u00fcr Viehzuchtsysteme und Almwirtschaft an der <strong>Universit\u00e4t Mailand<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Sind immer gr\u00f6\u00dfere Stallungen sowie eine \u00fcbertriebene Automatisierung und Mechanisierung s\u00e4mtlicher Abl\u00e4ufe (F\u00fctterung, Melken, Reinigung) mit der Milchqualit\u00e4t vereinbar? Der agrarindustriellen Ideologie nach ist \u201egro\u00df\u201c mit \u201esauber\u201c gleichzusetzen. Aber ist das wirklich so? In Wirklichkeit verursacht der Viehzucht-Gigantismus Probleme hinsichtlich der mikrobiologischen Kontamination der Milch, was die K\u00e4sequalit\u00e4t schwer beeintr\u00e4chtigt. Einige, die K\u00e4seerzeugung sch\u00e4digende Mikroorganismen werden durch die Desinfektionsmittel und das Erhitzen der Milch \u201eneutralisiert\u201c, gegen andere hingegen (die Clostridien) sind diese Mittel unwirksam. Die Anwesenheit der Clostridien f\u00fchrt zu einer \u201eversp\u00e4teten Aufbl\u00e4hung\u201c des K\u00e4ses bei dem eine mangelhafte Lochbildung, eine Rissbildung, ein Abbl\u00e4ttern, die Bildung von Hohlr\u00e4umen und teilweise eine schwammige Konsistenz der K\u00e4semasse auftreten. Au\u00dferdem kann auch ein unangenehmer Geschmack und Geruch entstehen. Dieses schwerwiegende Problem (wof\u00fcr es keine Abhilfe gibt) tritt ein paar Wochen\/Monaten nach Beginn des Reifeprozesses auf und plagt verschiedenste Hartk\u00e4sesorten und K\u00e4sesorten mit mittelharter Masse.<\/p>\n<p>Das Schlimme daran ist, dass diese Erscheinung zunimmt. In den vom Viehzuchtverband (Associazione Provinciale Allevatori &#8211; Apa) Parma gepr\u00fcften Milchproben ist die Anwesenheit von Clostridien von den im Jahr 1991 verzeichneten 9,0 % im Jahr auf 23,54 % angestiegen und hat 2003 die 30-%-Schwelle \u00fcberschritten. In der Lombardei zeigen neuere Daten (2006) eine klare und allgemeine Verschlechterung der Situation auf.<\/p>\n<p>Clostridien sind Bakterien, die unter anaeroben Bedingungen (in Abwesenheit von Luft) entstehen und eine Schutzkapsel bilden, mit der sie auch \u00fcber Jahre hinweg im Boden \u00fcberleben k\u00f6nnen. Sie sind gegen hohe Temperaturen (demnach auch gegen die Pasteurisierung) und gegen allgemein \u00fcbliche Desinfektionsmittel best\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Die Ern\u00e4hrung der Rinder mit Silage (in Luftabwesenheit aufbewahrtes Futter) stellt den Hauptgrund f\u00fcr die Anwesenheit der Clostridien in der Milch dar. Bei einer traditionellen F\u00fctterung (mit Gras oder Heu) sind weniger als 200 Clostridiensporen je Liter vorzufinden, bei Silagef\u00fctterung bis \u00fcber 2000.<br \/>\nDie Viehz\u00fcchter wissen das, aber nachdem die Kosten der \u201eRation\u201c mit Silagefutter deutlich sinken, steigt dessen Einsatz st\u00e4ndig an. Es ist aber keineswegs nur die Schuld der Silage. \u201eUnifeed\u201c oder Mischfutter nennt sich der zweite Angeklagte. Das Mischfutter, mit dem mit der \u201etotalen Mischration\u201c in einem einzigen F\u00fctterungsgang s\u00e4mtliche Futterkomponenten miteinander vermengt verabreicht werden, wurde f\u00fcr eine zeitsparende F\u00fctterung eingef\u00fchrt. Dazu werden enorme, erstklassig ausgestattete Mischwagen (mit 20 Kubikmetern Fassungsverm\u00f6gen!) verwendet, die die Silage aus dem Silo \u201eherausholen\u201c, die \u201elangen\u201c Futtergr\u00e4ser h\u00e4ckseln und mit Kraftfutter und anderen Rohstoffen (auch Fl\u00fcssigkeiten) oder Wasser vermengen. Das auf diese Weise aufbereitete Futter wird voll und ohne \u201e\u00dcberreste\u201c aufgebraucht. Au\u00dferdem k\u00f6nnen durch die Vermischung von Kraftfutter und Gr\u00fcnfutter h\u00f6here Futtermengen verabreicht werden, als dies bei einer F\u00fctterung mit nur Kraftfutter der Fall w\u00e4re. So viel zu den Vorteilen.<br \/>\nLeider enden der Staub und die Erde, mit denen das Gr\u00fcnfutter kontaminiert ist, mit diesem System in der Futtermischung, wonach die Entwicklung der Clostridien durch die Anwesenheit von Wasser, St\u00e4rke und Zucker gef\u00f6rdert wird.<br \/>\nDie Rinder nehmen die Sporen zu sich und geben sie \u00fcber den Kot wieder ab, danach gelangen sie &#8211; \u00fcber die auf die Felder ausgebrachte G\u00fclle &#8211; wieder in die Erde, wo sich die Clostridien vermehren und der Zyklus wieder von Neuem beginnt.<\/p>\n<p>Nun zur Milch: Die Kontamination der Milch erfolgt haupts\u00e4chlich durch die Exkremente der Tiere und die Verunreinigung des Euters. Die modernen Laufst\u00e4lle, in denen kein Stroh verwendet wird, zeichnen sich h\u00e4ufig durch sehr schmutzige Lauffl\u00e4chen aus, wo sich die Rinder mit ihren eigenen K\u00f6rperausscheidungen verunreinigen. In den engen Melkst\u00e4nden verschmutzen sie sich noch mehr.<br \/>\nDie im Vergleich zum Zuwachs der Anzahl der gehaltenen Rinder unterdimensionierten St\u00e4lle und Anlagen, die Reduzierung der Handwerkskr\u00e4fte und der unvermeidliche Anstieg der Problematiken in der Handhabung der verschiedenen Abl\u00e4ufe tragen eindeutig zu einer Verschlechterung der Situation bei, nachdem die Ruhebereiche, die mit den Tieren in Ber\u00fchrung gelangenden Ausr\u00fcstungen sowie die Futtertr\u00f6ge (in denen Futterreste \u00fcbrig bleiben) nicht ausreichend gereinigt werden. Es steht nicht immer ausreichend viel Zeit zur Verf\u00fcgung, um Euter und Zitzen sachgem\u00e4\u00df zu reinigen. Der \u201eindustrielle\u201c Einsatz von Desinfektionsmitteln stellt keine L\u00f6sung des Problems dar, sondern verschlechtert es nur noch, weil dadurch die \u201egute\u201c, zur Bek\u00e4mpfung der Clostridien n\u00fctzliche Mikrobenflora reduziert wird. Die Clostridien hingegen bestehen.<br \/>\nIn der K\u00e4serei gibt es nicht viele Abhilfen f\u00fcr dieses Problem. Abgesehen vom Einsatz des Lysozyms (\u201enat\u00fcrliches\u201c antibakterielles Mittel) besteht die Abhilfe in der Beseitigung der Bakterienzellen durch Bactofugation (unter Verwendung der Zentrifugalkraft) oder Ultrafiltration. Die nat\u00fcrliche Aufrahmung \u201ebefreit\u201c die Milch von vielen Sporen, aber nicht von allen. Es besteht au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit, \u201eausgew\u00e4hlte\u201c Milchs\u00e4urebakterien zu verwenden, die sich in der Milch vermehren und mit den Clostridien \u201ewetteifern\u201c. Abschlie\u00dfend kann noch \u00fcber die hohen Temperaturen beim \u201eBrennen\u201c des Bruch-Molke-Gemischs und \u00fcber Techniken eingewirkt werden, mit denen ein kompakter, gleichm\u00e4\u00dfig kompakter Bruch, der das Salz gut aufnimmt, erzielt werden kann.<br \/>\nEs handelt sich hierbei um L\u00f6sungen, die nur f\u00fcr gewisse Techniken in der K\u00e4seherstellung angewandt werden k\u00f6nnen bzw. eine starke Bearbeitung der Milch erfordern. Das Problem der Clostridien wird &#8211; gebunden an eine immer industrieller gestaltete Viehzucht &#8211; trotz dieser Ma\u00dfnahmen immer gr\u00f6\u00dfer werden.<\/p>\n<p><strong>Hier finden Sie die L\u00f6sungen, die Repossi f\u00fcr die Beschr\u00e4nkung des Problems der CLOSTRIDIEN anbietet.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.repossi.it\/de\/fam\/gerate-fur-das-heuschwaden\/\/kammschwader\">Heuernte-L\u00f6sungen<\/a><br \/>\n<a href=\"\/de\/category\/prodotti\/allevamento\/\">Stall-L\u00f6sungen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die st\u00e4ndig wachsende Industrialisierung der Viehzuchtbetriebe bewirkt den negativen Trend eines der wichtigsten Parameter f\u00fcr die K\u00e4sequalit\u00e4t In der Fachzeitschrift Cheese Time erschienene Artikelversion (die deutsche \u00dcbersetzung wurde vom Autor nicht gepr\u00fcft) von Michele Corti &#8211; Dozent f\u00fcr Viehzuchtsysteme und &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":106,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[35],"tags":[],"class_list":["post-3086","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-approfondimenti-de"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v25.5 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Zunehmend mehr Clostridien in der Milch - Repossi Macchine Agricole | la nostra storia e la nostra passione ci guidano verso il domani<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.repossi.it\/de\/zunehmend-mehr-clostridien-in-der-milch\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zunehmend mehr Clostridien in der Milch - Repossi Macchine Agricole | la nostra storia e la nostra passione ci guidano verso il domani\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die st\u00e4ndig wachsende Industrialisierung der Viehzuchtbetriebe bewirkt den negativen Trend eines der wichtigsten Parameter f\u00fcr die K\u00e4sequalit\u00e4t In der Fachzeitschrift Cheese Time erschienene Artikelversion (die deutsche \u00dcbersetzung wurde vom Autor nicht gepr\u00fcft) von Michele Corti &#8211; 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